Mehr Behandlung in den Haftanstalten fordert die Landtagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Susanne Schwarz-Zeeb

Die Landtagskandidatin von Bündnis90/Die Grünen besuchte dieser Tage die Freigängereinrichtung der Justiz "Kelterle" in Hohenhaslach. Nach einer Führung von Herrn Simmel durch die Einrichtung hat sich der Anstaltsleiter Herr Fluhr und die Sozialarbeiterin Frau Talheimer-Spohner Zeit genommen um die Erfolge und Probleme des Vollzugs mit Frau Schwarz-Zeeb zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die Anerkennung der Arbeit in den Haftanstalten. Seit 1972 schreibt das Strafvollzugsgesetz vor, dass es neben der Bestrafung der Betroffenen auch eine Behandlung geben soll, dass es nicht genügt Straftäter wegzusperren, ohne die Ursache der Straffälligkeit zu beheben.

Nach dem Motto ein behandelter und integrierter Straftäter ist der beste Opferschutz müsste die Bevölkerung noch viel mehr dafür sensibilisiert werden, dass die Haftanstalten nicht nur Einrichtungen sind die Täter wegsperren, sondern in denen auch Behandlung stattfinden soll.

Frau Schwarz-Zeeb zeigte sich sehr engagiert in dieser Diskussion, war sie doch selbst bei ihrem Berufsstart als Sozialarbeiterin im Vollzugskrankenhaus Hohenasperg tätig.

Auch fehle oft die Öffnung nach außen. Was sich hinter den Mauern einer Vollzugsanstalt abspielt ist in weiten Kreisen der Bevölkerung nicht bekannt. Frau Schwarz-Zeeb versprach sich erneut Zeit für diese Einrichtung Zeit zu nehmen um speziell Möglichkeiten zu besprechen, wie Begegnungen zwischen Straftätern und der „Welt draußen" stattfinden könnten.