Mit Ökostrom nach Berlin reisen

Grüne feiern „Aktion Rückenwind“ mit Tombola und Lesung

Klaus Hoffmann liest aus seinem Buch "fünfmal Holland"

Wer gewinnen wollte, musste sich sein Los erstmal zu einem Windrad zusammenbasteln und dann in die – natürlich biologisch abbaubare – Tüte werfen

Fröhliche Gesichter nach der Tombola und dem "Kruscht-Wichteln"

Mehr als 85.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr kommen seit Anfang Juli im Landkreis Ludwigsburg zusätzlich aus Erneuerbaren Energien – dank der „Aktion Rückenwind“ des Kreisverbandes Ludwigsburg von Bündnis 90/Die Grünen. Dieser hatte dazu eine Kooperation mit den beiden Ökostromanbietern EWS Schönau und der Naturstrom AG beschlossen, mit der Kunden günstig auf atomfreien Strom umsteigen und gleichzeitig Anlagen im Landkreis Ludwigsburg gefördert werden.
Ein toller Erfolg, der nun mit einer Umstiegsparty von den Grünen gefeiert wurde. Zu Gast waren dabei auch Ursula Sladek, Geschäftsführerin der Elektrizitätswerke Schönau, sowie Mona Neubaur, die für die Naturstrom AG eigens aus Düsseldorf nach Ludwigsburg angereist kam.
Gewinnen konnten die Grünen Umsteiger an diesem Abend gleich zwei Mal: Zum einen, weil in vielen Fällen der Ökostrom günstiger ist als der Tarif beispielsweise der EnBW und zum andern, weil der Kreisvorstand als Dankeschön eine Tombola organisiert hatte. Hauptpreis: eine Fahrt für zwei Personen nach Berlin, inklusive umweltfreundlicher Anreise mit der Bahn sowie Besuch bei verschiedenen Ministerien, Abgeordneten und im Bundestag. Auch die weiteren Preise standen ganz im Zeichen von Ökostrom und umweltbewusstem Leben: Die Naturstrom AG hatte Solarmodell-Baukasten, Stromspargeräte sowie eine mit Solarzellen betriebene Taschenlampe gestiftet, von der auf Umwelt- und Politikdokumentationen spezialisierten Produktionsfirma fechnermedia gab es die DVD „Die neue Power“, Kreisgeschäftsführerin Susanne Häusser-Essig spendete eine Kiste Ökowein und vom Naturkostladen „Leuchtkäfer“ kamen verschiedene Leckereien für zwei „Fresskörble“, verpackt in biologisch abbaubare Tüten. Das langjährige Grünen-Mitglied Klaus Hoffmann stiftete ein Exemplar seines neuesten Buches „fünfmal Holland“, in dem er seine Fahrradtouren in unserem Nachbarland, immer auch mit einem Blick auf die dortige Umweltsituation, beschreibt. Eine erste Kostprobe aus dem Buch und viele Lacher für seine witzigen Anekdoten gab es bei der Umstiegsparty selbstverständlich auch.
Für viel Heiterkeit sorgte dann auch das abschließende „Kruschtwichteln“, bei dem jeder der gut 40 Gäste ein verpacktes Geschenk aus einem Korb, ausgeteilt vom „Nikolaus“ Jürgen Walter, „im Tausch“ bekam. Uhren, Aschenbecher, Skulpturen – vieles für einen selbst Überflüssige konnte so „entsorgt“ werden. Darunter auch drei alte Rechnungen von Atomstromanbietern. Deren Besitzer hatten an dem Abend auf Ökostrom gewechselt.