Max Girrbach: Bewerbung als Ersatz-Kandidat für den Landtag im Wahlkreis Ludwigsburg

„Klettere nie auf Berge, damit die Welt dich sieht. Erklimme Berge, damit du die Welt sehen kannst.“ (unbekannt). Liebe Freundinnen und Freunde, zu diesem Zitat ergänze ich gerne: „…und etwas mit Weitblick bewirken kannst.“ Das ist mein Motto. Erst seit 2018 bin ich Parteimitglied und doch schon mitten drin. Welche andere Partei hätte es mir wohl sonst ermöglicht so schnell und jung mich im Gemeinderat von Ludwigsburg zu engagieren?  Interessierten Menschen die Möglichkeit zu geben, zu gestalten und aktiv zu sein, ist unsere Stärke und gelebte Demokratie bei den GRÜNEN.

 

Seit 15 Jahren lebe ich in Ludwigsburg und bin mit meinen 23 Jahren auch der jüngste im Ludwigsburger Gemeinderat. Nach dem Abitur am Friedrich-Schiller-Gymnasium absolvierte ich eine Bankausbildung, habe aber schnell gemerkt, dass Gewinnmaximierung nichts für mich ist. Von dort ging es über eine Station in der Ausländerbehörde am Landratsamt
für ein halbes Jahr nach Island. Dort  habe ich ehrenamtlich für die Icelandic Scout Association gearbeitet. Seit 2018 studiere ich an der Hochschule für Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg „Public Management“.

 

Als Kletterer und Bergsteiger befinde ich mich mitten im Spannungsfeld von Natur- und Klimaschutz. Auf der einen Seite muss ich frustriert hinnehmen, dass manch schöner Fels zum Zwecke des Artenschutzes gesperrt wird. Auf der anderen Seite sind die abschmelzenden Gletscher schon heute ein Trauerspiel. Das bewegt mich, lässt mich mein eigenes
Verhalten hinterfragen und ist mein Motor, mich in der Politik intensiv zu engagieren. Ich fühle mich verantwortlich und setze mich deshalb für unsere und künftige Generationen ein, dass ein gesellschaftliches Miteinander – ohne Hass und Hetze – und ein Leben im Einklang mit der Natur einigermaßen möglich ist.

 

Natur- und Klimaschutz hat Auswirkungen, und manche davon werden uns einschränken. Wir müssen zum Wohle unserer gemeinsamen Zukunft aus der Komfortzone heraus. Als Grüne Partei wird es unsere große Aufgabe sein, die Akzeptanz für diese Schutzmaßnahmen in der Bevölkerung zu verankern.
Die Nachricht, dass es eben nicht einfach so weitergehen kann, ist hart, aber die Wahrheit. Machen wir also das Beste daraus und packen es konstruktiv an.

 

Und klar ist auch:  Wir haben so viele Mitglieder gewonnen, weil man es nur uns GRÜNEN  zutraut, es richtig zu machen und die Probleme auch anzupacken. Diesen Vertrauensvorschuss dürfen wir nicht verspielen. Wir müssen handeln – mit Weitblick  - auf allen Verwaltungsebenen, die es gibt. Deshalb interessieren mich nicht nur die kommunalen Belange. Kommunalpolitik stößt oftmals an Grenzen, viele Weichen werden im Land und im Bund gestellt. Da will ich aus meiner inneren Überzeugung heraus, mich nicht aus der Verantwortung ziehen, sondern auch dafür Sorge tragen, dass die Inhalte unserer GRÜNEN Politik auch dort gut vorangetrieben werden. Das Richtige mit meiner einen Stimme zu wählen, ist das eine … eine Kandidatur das andere, was ich leisten kann.

 

Wenn ein Rechtsruck durch die Gesellschaft gehen kann, dann kann es mindestens einen genauso starken grünen Ruck geben. Hierfür werden wir GRÜNEN in Zukunft alle Themenfel-
der in uns vereinigen müssen. Themen wie Sicherheit, Gemeinschaft, Verkehr, Wirtschaft und Wohnen kann nur nachhaltig gelingen, Leuchturmthemen wie es die andere Parteien für sich erklärt haben, sind alleine gedacht, zum Scheitern verurteilt. Für eine echte GRÜNE Wende müssen wir uns auch zum Ziel setzen, rückwärtsgewandte Politik los zu werden und mit deutlicher Stärke eine Regierung innovativ und nachhaltig  anzuführen.  Das bedeutet aber ebenso, dass wir für Erneuerung stehen müssen und ganz allmählich innere Erneuerung zulassen können. Es braucht neue frische Energie, ja auch insbesondere durch starke Frauen* im Landtag.

 

Silke Gericke ist in der Fraktion eine große Bereicherung - allein dadurch, dass sie mit ihrer beruflichen Erfahrung unermüdlich an den Themen arbeitet. Ich habe den Eindruck, dass sie als Einzige von uns Neulingen im Gemeinderat nicht überfordert war, sondern allem eher gelassen entgegengeblickt hat. Während wir uns erst einmal gesammelt haben, ist Silke gleich initiativ geworden und hat Anträge formuliert: z.B. zum Kombiticket,  zur Bahnhofsunterführung... Sie setzt sich ein für die Belebung des Karlsplatzes, Mobilitätskonzepte in Ortsteilen und hebt zielstrebig immer wieder die Fahne für die Stadtbahn für den Landkreis Ludwigsburg hoch – immer sachlich, argumentativ. Unbedachte Schnellschüsse sind nicht ihre Art. Dieses strategische, sachliche Austarieren färbt so langsam auf uns Neulinge ab und lässt den Teamgeist mit allen Fraktionskolleg*innen – auch den alt bewerten Häs*innen - leben. Und das ist genau das, was ich mir von einer Abgeordneten wünsche: Das Gespür und den Weitblick, die Ruhe und Besonnenheit, Themen mit den Mitgliedern der Partei und Vertreter*innen der kommunalen Gremien gemeinsam zu identifizieren und gemeinsam mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Ebenen dementsprechend zu handeln.

 

Was mir noch ein Anliegen ist, zu betonen: Auch die Vernetzung von Ebenen, wie mit dem OV, mit der Fraktion und mit uns jungen Menschen, hat auf Silke Gerickes Hinwirken dazu geführt, dass wir Hand in Hand unsere GRÜNEN Themen stärker spielen können. Deshalb habe ich mich entschlossen, Silke bei ihrer Kandidatur als Zweitkandidat zu unterstützen. Denn Silke ist jemand, mit dem man super sachlich und konstruktiv streiten kann. Das werde ich als Zweitkandidat sehr gerne mit ihr tun, ehrlich und kritisch – auch im Sinne der grünen Jugend. Mehr braucht sie auch nicht, denn Erfahrung und politisches Gespür hat sie genug.

 

Deshalb bitte ich um Euer Vertrauen und Eure Unterstützung.

 

Viele Grüße

Max


Mit freundlichen Grüßen
Max Girrbach
Stadtrat der Stadt Ludwigsburg
Bündnis 90/ Die Grünen + Grüne Jugend