Silke Gericke: Bewerbung als Kandidatin für den Landtag im Wahlkreis Ludwigsburg

„Fürchte dich nicht vor langsamen Veränderungen,
fürchte dich vor dem Stillstand.“ (Japanisches Sprichwort).

Liebe Freundinnen und Freunde, wir haben in den vergangenen vier Jahrzehnten als Partei eine Menge erreicht. Gerade in Baden-Württemberg haben wir  GRÜNE entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft im Land vorgenommen: für die Energiewende, für Umwelt- und Naturschutz, für eine offene und vielfältige Gesellschaft.  Mit der Kommunalwahl 2019 haben wir GRÜNE dafür gesorgt, dass Frauen in der Politik noch stärker vertreten sind - in den Gemeindegremien, im Kreistag, im Regionalparlament. Auf all das können wir stolz sein. Aber wir dürfen uns nicht darauf ausruhen. Unser Ziel ist gelebte Gleichberechtigung. Das ist für mich ein klarer politischer Auftrag: Eine Frauenquote in Unternehmen, mehr Frauen in allen Gremien, auch im Landtag, und gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit.

 

Ich bin 45 Jahre alt, lebe mit meiner Familie in Ludwigsburg und vertrete die GRÜNEN mit starker Stimme und viel Engagement im Ludwigsburger Gemeinderat. Zudem bin ich Pressesprecherin des GRÜNEN Ortsverbandes Ludwigsburg. Einige von euch kennen mich aber sicherlich auch noch aus meiner Zeit als Kreisgeschäftsführerin und aus dem Büro von Daniel Renkonen MdL. Ihr seht: mein Herz schlägt nicht nur privat und ehrenamtlich GRÜN. Auch beruflich setze ich mich für grüne Themen ein. Derzeit arbeite ich im Landtagsbüro der Mannheimer Abgeordneten Elke Zimmer und unterstütze sie in ihrer parlamentarischen Arbeit. Mein Schwerpunkt als Referentin ist das Thema Verkehr – speziell der Ausbau des ÖPNV  und die Steigerung von Carsharingangeboten im Land.

 

Mobilität treibt mich um:  Mobilität ist das Gegenteil von Stillstand.

Und wir müssen vereint daran arbeiten sinnvolle, moderne Mobilitätspolitik hier vor Ort durchsetzen. Konkret heißt das, dass wir den Bau des Nordostringes verhindern müssen. Es vergeht keine Mobilitätsausschusssitzung des Ludwigsburger Gemeinderats, in dem die Vertreter*innen der CDU nicht betonen, wie wichtig diese Umgehungsstraße für unsere Stadt und den Landkreis wäre. Das ist eine veraltetet und rückwärtsgewandte Verkehrspolitik gegen die ich mich zukünftig noch stärker einsetzen will. Zudem führen wir seit Jahren die leidige Diskussion um die Stadtbahn. Dieses ÖPNV-Projekt ist für unsere Region von größter Bedeutung. Anstatt aber endlich Fakten zu schaffen, bewegen sich sowohl der neue Ludwigsburger Oberbürgermeister als auch der neue Landrat nur mit kleinen zögerlichen Schritten. Doch hier wurde in der Vergangenheit eine Vereinbarung unterschrieben, dieGeltung haben muss.

Darauf müssen wir immer wieder pochen. Das Land und auch der Bund würden die Stadtbahn Remseck – Ludwigsburg – Möglingen – Markgröningen zu einem hohen Fördersatz fördern. Ein dreistelliger Millionenbetrag würde in den Landkreis fließen. Da stellt sich mir die Frage: Worauf warten wir noch?

 

Was mich noch bewegt: Der Transformationsprozess ist eine der Aufgaben, die auch auf den Landkreis Ludwigsburg verstärkt zukommen wird.

Baden-Württemberg schaltet Emissionen aus und stellt die Weichen für eine nachhaltige und klimaschonende Mobilität. Die Elektrifizierung, Digitalisierung, und Sharing-Modelle sind hierfür wegweisende Konzepte – doch birgt gerade dieser Wandel durch neue Angebote und Modelle eine riesige Herausforderung, die unsere Wirtschaft meistern muss. Das heißt für mich, wir müssen bei unserer Zulieferer- und Automobilindustrie hier vor Ort Unterstützung bieten und das Umdenken fördern, um Arbeitsplätze in der Region zu sichern. Hier will ich maßgeblich mit anpacken und an Lösungen mitarbeiten. Denn dieser Wandel greift stark in unser soziales Miteinander in der Region ein.

 

Für dieses soziale Miteinander sind noch viele andere Faktoren von großer Bedeutung. Gerade Kinder, ältere Menschen und Alleinerziehende brauchen unsere Unterstützung. Darum brauchen wir dringend noch mehr gut ausgebildete Erzieher*innen und gerechte Löhne – auch in den sozialen Berufen –, müssen Alleinerziehende besserstellen und dringend noch mehr bezahlbaren Wohnraum für alle schaffen.

 

Bildung braucht Zeit und Ressourcen. Grundlegend für Bildungserfolg und Chancenge-rechtigkeit ist guter Unterricht der auch planmäßig stattfindet. Das Ausmaß der nicht gehaltenen Schulstunden in Baden-Württemberg ist nicht hinnehmbar. Und an den Schulen im Kreis Ludwigsburg fällt noch mehr Unterricht aus als im Landesdurchschnitt.

Chaos durch Unterrichtsausfall und eine rückwärtsgewandte Bildungspolitik haben in Baden-Württemberg einen Namen: Ministerin Susanne Eisenmann und die CDU-Fraktion. Wir GRÜNE müssen dafür sorgen, dass unsere Schulen für alle Kinder und Jugendlichen zu echten Lern- und Lebensorten werden und Bildungserfolg nicht reine Elternsache ist.

 

All diese Themen will ich anpacken. Gemeinsam mit euch! Die Vernetzung von Ortsverbänden, Gemeinderatsfraktionen und Kreistagsfraktion mit ihrer Ansprechpartnerin im Land ist für mich extrem wichtig. Ich stehe für Teamarbeit – möchte Zeit und Gelegenheit des Austausches schaffen.

Dafür braucht es auch einen Raum: Mit mir soll es im Wahlkreis Ludwigsburg ein serviceorientiertes Wahlkreisbüro geben, das zuverlässig für Euch und die Bürger*innen erreichbar ist.  Denn was ich Euch bieten möchte ist positiver, wertschätzender Austausch, der uns alle in der Sache zusammen in der gemeinsamen politischen Arbeit voranbringt.

Deshalb bitte ich um Euer Vertrauen und Eure Unterstützung.

 

Herzliche Grüße

 

Silke Gericke