Überschreitung der zulässigen Grenzwerte

Land muss endlich Luftverschmutzung an Ludwigsburger Straßen reduzieren

In einem Brief an Oberbürgermeister Werner Spec weist der Landtagsabgeordnete von Bündnis90/DIE GRÜNEN Jürgen Walter darauf hin, dass die vom Land Baden-Württemberg durchgeführten messungen an den stark befahrenen Straßen in Ludwigsburg wie der Friedrichstraße, der Frankfurter Straße und der Schorndorfer Straße ergaben, dass die Messwerte dort die zulässigen Schadstoffgrenzwerte bei weitem überschreiten.

Höchster Wert in Friedrichstraße

"Aufgrund der dichten Wohnbebauung ist dieser Zustand nicht mehr länger hinzunehmen. Die Anwohner dieser Straßen haben ein Anrecht auf die Einhaltung der zulässigen Grenzwerte. Dies ist das Wenigste, was sie in ihrer Situation erwarten können", sagte Walter. Der höchste Wert sei an der Messstelle in der westlichen Friedrichstraße gemessen worden.

Es zeige sich, so Jürgen Walter, dass fast ausschließlich der dichte innerörtliche Autoverkehr, insbesondere der Schwerlastverkehr, für die hohen Immisionsbelastung, insbesondere durch Stickstoffdioxidund Feinstaub verantwortlich sei. Zudem steige die Schadstoffbelastung immer weiter durch die Zunahme des Verkehrs, vor allem des Schwerlastverkehrs.

Land muss handeln

"Dieser Zustand stellt für die Bevölkerung eine unzumutbare Gesundheitsbelastung dar. Die Landesregierung muss endlich handeln", forderte der grüne Landtagsabgeordnete. Nach der 22. Bundesimmisionsschutzverordnung muss für die Orte, in denen der Grenzwert überschritten wird, ein Luftreinhalteplan erstellt werden. In diesem müssen Maßnahmen beschrieben werden, die geeignet sind, die Schadstoffbelastung zu reduzieren.

Bitte an OB Spec: Luftreinhaltepläne erstellen!

Jürgen Walter bat Oberbürgermeister Werner Spec darum, im Interesse der Gesundheit der Ludwigsburger Bürger, die Landesregierung aufzufordern, endlich entsprechende Luftreinhaltepläne für die stark befahrenen Straßen in Ludwigsburg zu erstellen und die erforderlichen Maßnahmen zur Reduzierung der Schadstoffe in der Luft zu ergreifen. "Es kann nicht sein, dass die landesregierung die ständige Überschreitung der Grenzwerte weiter ignoriert und die Bürger dafür mit ihrer Gesundheit zahlen müssen", betonte Jürgen Walter abschließend.