Dr. Markus Rösler: Bewerbung als Kandidat für den Landtag im Wahlkreis Vaihingen/Enz

Liebe Grüne im Wahlkreis Vaihingen/Enz, „Erfahrung und Elan“ – ist das nicht eine gute Mischung für die Arbeit als Landtagsabgeordneter für Euch und für alle anderen Menschen zwischen Gerlingen und Bönnigheim? Neun Jahre Erfahrung als Abgeordneter bringe ich nun mit – und jede Menge Elan für neue Taten, neue Beschlüsse und neue grüne Projekte.

 

Das gilt für das ganze Land.

Das gilt für den Wahlkreis Vaihingen/Enz.

 

Ich bewerbe ich mich um die Kandidatur für diesen, unseren Wahlkreis und bitte dafür um Euer Vertrauen und Eure Unterstützung. Worum es mir geht? Wofür ich mich einsetzen werden?

Drei Beispiele fürs Land und drei Beispiele für den Wahlkreis möchte ich Euch hier nennen:

 

Nationalpark: Es soll zusammenwachsen, was zusammengehört: Anstelle von zwei getrennten Teilgebieten soll künftig ein damit vergrößertes Gebiet dem Erhalt natürlicher Prozesse und den dort so seltenen Tier- und Pflanzenarten dienen.

 

Drittes Biosphärengebiet: Damit könnten wir Grüne zeigen: Wir können Wirtschaft und Arbeitsplätze genauso wie Natur und Umwelt genauso wie Region und Heimat.

 

Beschaffungswesen: Da müssen wir als Land nachlegen und noch nachhaltiger werden. Diese Bemühungen hat die CDU bisher teils massiv verhindert. Wir sind als Land einer der größten Einkäufer im Südwesten und haben Vorbildfunktion damit, was für Möbel, EDV-Geräte, Lebensmittel und Fahrzeuge wir kaufen. Wir dürfen die zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht auf Kosten kommender Generationen verbrauchen.

 

ÖPNV: Die Stadtbahn nach Markgröningen und Schwieberdingen, die regelmäßigere Anbindung von Vaihingen, Sachsenheim und Sersheim sowohl in Richtung Stuttgart als auch in Richtung der Hochschulstandorte Karlsruhe und Pforzheim sowie die Durchbindung der Strohgäubahn von Korntal nach Stuttgart – um nur einige Beispiele für besseren ÖPNV zu benennen. Das gilt natürlich auch für Busverkehre zwischen Bönnigheim und Gerlingen, Car to go-Lösungen und die Radinfrastruktur (Stichwort: Radschnellwege). Das alles muss zügig vorankommen!

 

Keltenmuseum: Das landesweit bedeutsame fürstliche Museum in Eberdingen-Hochdorf soll im Rahmen der Keltenkonzeption des Landes strukturell unterstützt werden – insbesondere für die vorbildliche pädagogische Arbeit.

 

Gesundheit: Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen rund um das Corona-Virus wird es wichtig sein, unser Gesundheitssystem auch im Landkreis Ludwigsburg auf den Prüfstand zu stellen und weiter zu entwickeln. Dazu gehört aus meiner Sicht – und damit schließt sich der Kreis zur Landes-, aber auch zur Bundesebene – auch untrennbar die Frage: Wie können wir etwas an den beschämend geringen Löhnen derjenigen ändern, die sich aufopferungsvoll um uns Menschen, um insbesondere Kranke, Alte und Pflegebedürftige kümmern?

Gelernt habe ich in den letzten neun Jahren: Es gibt erstaunlich viele gute Ideen und Projekte, die nicht in fünf oder zehn Jahren umgesetzt sind und für die ich mich deshalb weiterhin engagiert einsetzen werde. Ein Beispiel aus der Landespolitik, ein Beispiel aus dem Wahlkreis:

 

Im Haushalt 2020/2021 haben wir beschlossen, an der Uni Hohenheim und dem Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart ein „Kompetenzzentrum für Artenkenntnis“ einzurichten. Die ersten Ideen dafür sind rund 10 Jahre alt. Ich gebe aber ganz offen zu: In meiner ersten Amtszeit von 2011 bis 2016 hätte ich noch nicht genügend Erfahrung gehabt, für diese Idee immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Unterstützer*innen in Wissenschaft, Verbänden und eigenen Ministerien anzusprechen und zu vernetzen. Das war – diese Anmerkung sei mir erlaubt – gemeinsam mit engagierten Kolleg*innen mein wohl größter persönlicher Erfolg in meiner zweiten Amtszeit von 2016 bis 2021. Jährlich stehen nun für die Vermittlung von Artenkenntnissen und damit für eine entscheidende Grundlage jeglicher ökologischer Gutachten über eine Mio. Euro zur Verfügung. Dazu gehören zwei Professuren sowie weitere neun Stellen als Kernstück einer Ausbildung beispielsweise für Insektenkundler*innen. Die Beschlüsse sind gefasst, jetzt geht’s an die Umsetzung!

 

Fast beschlossen ist auch der Umbau der Ditzinger Siemensstraße unter Berücksichtigung der Interessen der Polizei (Innenministerium), der Liegenschaften des Landes (Finanzministerium) und der Verkehrsplanung (Verkehrsministerium). Von fünf verschiedenen Minister*innen roter, grüner und schwarzer Couleur habe ich inzwischen schriftliche Zusagen, das Projekt zu fördern oder ihm zumindest nicht im Weg zu stehen. Wir sind auf einem guten Weg. Aber das Vorantreiben dieses außerordentlich komplizierten Projektes bedarf in den nächsten Jahren sowohl langjähriger Erfahrung als auch weiteren Elans, damit in der nächsten Legislaturperiode endlich alles umgebaut wird – und damit auch Druck von der unsäglichen Idee eines zweiten Autobahnanschlusses zwischen Ditzingen und Gerlingen genommen wird. Dem Individualverkehr, den Staus hinterher zu bauen: Das ist keine zukunftsfähige Option, das konterkariert alle Bemühungen um Klimaschutz. Auch daher werde ich mich solange intensiv ins Verfahren einbringen, bis da endlich ein Knopf dran ist.

 

Ganz grundsätzlich und weit weg von Tagespolitik ist mir eines besonders wichtig: Hass und Hetze, Diskriminierung und Antisemitismus sollen keinen Platz haben in unserem Land! Dafür will ich weiterhin im Wahlkreis präsent sein, mit Multiplikator*innen in Kommunen, Kirchen und Vereinen sprechen und dabei auch gezielt auf Jugendliche zugehen. Denn mit Sorge sehe ich, wie schnell sich in sozialen Medien Fake News, Verschwörungstheorien und Angst verbreiten.

 

Wir Grüne sind, so komisch das für den einen oder die anderen klingen mag, inzwischen die wahrhaft „staats-tragende“ Partei geworden. Wir stehen für Demokratie und Bürgerrechte. Wir stehen für Freiheit und Sicherheit. Wir stehen für lange Linien und Zuverlässigkeit. Das gilt auch für mich persönlich: Die langen Linien meiner Tätigkeit im Finanzausschuss und im Umweltausschuss will ich gerne mit Eurer Unterstützung fortführen.

 

Ich freue mich sehr darüber, gemeinsam mit Dr. Angela Brüx als Team für den Wahlkreis Vaihingen/Enz in diese Nominierung gehen – und hoffentlich auch gemeinsam Euer Vertrauen zu erhalten. Angela steht zugleich für frischen Wind und für konstruktive grüne Politik und dies sowohl im Sachsenheimer Gemeinderat als auch in der Regionalversammlung.

 

Wir würden uns beide sehr über ein nach innen und nach außen starkes grünes Ergebnis bei der Nominierungsveranstaltung freuen. 2016 erreichten wir Grüne landesweit 30,3%. Mit nochmals 2,8% mehr erreichten wir im Wahlkreis Vaihingen/Enz unser historisch bestes Ergebnis im Vergleich zum landesweiten Ergebnis der Grünen: Diese 33,1% waren zudem das beste grüne Ergebnis eines Wahlkreises ohne Hochschule im gesamten Regierungsbezirk Stuttgart. Das soll auch 2021 so sein. Und natürlich will ich auch 2021 wieder gemeinsam mit Euch das Direktmandat erringen!

 

Herzliche Grüße

Euer

 

Dr. Markus Rösler

 

 

Dr. Markus Rösler, Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg

Panoramastraße 88, 71665 Vaihingen-Ensingen

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